Bürgeraktion Pro Kultur e.V. Emmerich am Rhein
Veranstaltungen
„„Ich war Häftling Nr. 60 931.“
Prof. Walter Gödden und Carsten Bender lesen im Dialog Texte von Gregor Schwake
Datum: Donnerstag, 15. Mai 2025 um 19.30 Uhr
Ort: Museum PAN kunstforum in Emmerich am Rhein
Im Mai jährt sich zum 80sten mal das Ende des zweiten Weltkrieges und damit das Ende des grausamen Nazi-Regimes.
Anlässlich dieses Ereignisses lesen der Literaturprofessor Walter Gödden und der Schauspieler und Sprecher Carsten Bender in einem Dialog Texte von Gregor Schwake.
Der Benediktiner, Priester, Kirchenmusiker, Autor und Komponist Schwake wurde 1892 in Emmerich geboren, machte hier 1911 am Willibrord Gymnasium sein Abitur und war ein entschiedener Gegner des Nationalsozialismus.
Er starb 1967 in der Abtei Gerleve. Zeitlebens blieb Gregor Schwake seiner Heimatstadt Emmerich und dem Niederrhein verbunden.
Walter Gödden und Carsten Bender lesen ein Persönlichkeitsporträt Schwakes, angefangen bei seiner Kindheit und Jugend in Emmerich bis zu seinen letzten Lebensjahren im Kloster Gerleve.
Darin kommt seiner Zeit im KZ Dachau, über das er eine Art Tagebuch geführt hat, besondere Bedeutung zu. Der Text fand in der Geschichts- und Musikwissenschaft Beachtung, ist in der Öffentlichkeit aber weitgehend unbekannt.
Es sind ergreifende Zeugnisse, die noch heute aufrütteln und »unter die Haut« gehen.
Die Bürgeraktion Pro Kultur lädt sehr herzlich zu den Kreis Klever KulTourtagen 2025 ein:
„„Öffentliche Themen-Führung im Jüdischen Kulturraum im PAN“
mit Irene Möllenbeck
Datum: Samstag, 17. Mai 2025 15 bis 16 Uhr
Ort: Jüdischer Kulturraum im Museum PAN kunstforum in Emmerich am Rhein
Thema: Die Jüdische Gemeinde in Emmerich und das Schicksal von drei Familien!
Die Besucher erwarten Einblicke und Geschichten über die Emmericher Synagoge, die jüdische Schule und das Schicksal der Familien Gompertz, Felix und George Nathan.
Die Bürgeraktion Pro Kultur lädt sehr herzlich zu den Kreis Klever KulTourtagen 2025 ein:
„„Öffentliche Themen-Führung im Jüdischen Kulturraum im PAN“
mit Dr. Jan Heiner Schneider
Datum: Samstag, 18. Mai 2025 15 bis 16 Uhr
Ort: Jüdischer Kulturraum im Museum PAN kunstforum in Emmerich am Rhein
Thema: Das Judentum und seine Fest- und Gedenktage!
Die Besucher erwarten Einblicke in die rituellen Abläufe des Judentums und Hintergründe und Geschichten zu den jüdischen Fest- und Gedenktagen.
Schülerfahrt zu Holocaust-Gedenkstätten in Amsterdam
Datum: Montag, 2. Juni 2025
Ort: Abfahrt um 8 Uhr am Geistmarkt in Emmerich
Schülerinnen und Schüler der Städt. Gesamtschule, des Willibrord Gymnasiums und des Förderzentrum Grunewald besuchen das Anne Frank Haus und die Portugiesische Synagoge in Amsterdam.
„„Literarischer Herbst “
Lesung: „„Innerstädtischer Tod“ von Christoph Peters
Datum: Dienstag, 9. September 2025 um 19.30 Uhr
Ort: Museum PAN kunstforum in Emmerich am Rhein
Für September ist im Rahmen des Literarischen Herbstes eine Lesung mit Christoph Peters geplant. Er liest aus seinem aktuellen Roman „„Innerstädtischer Tod“. „„Die Zusammenarbeit mit der Stadtbücherei hat sich sehr bewährt“, so Irene Möllenbeck, Vorsitzende der Bürgeraktion Pro Kultur e.V.
Fortsetzung der Veranstaltungsreihe
„„Mein Lieblingsbild“
Vier Emmericher Persönlichkeiten stellen ihre Lieblingsbilder vor.
Natürlich dürfen es auch Plakate, Skulpturen oder Künstlerbücher sein. Der Abend wird moderiert von Norbert Kohnen. „„Die Premiere hat uns Mut gemacht, dieses Format erneut anzubieten“, so Kohnen
Datum: Mitwoch, 8. Oktober 2025 um 19 Uhr
Ort: Museum PAN kunstforum in Emmerich am Rhein
Gedenken an Holocaustopfer
„„Stolpersteine leuchten“
Gedenkfeier zur Erinnerung an die Reichspogromnacht
Datum: Sonntag, 9. November 2025 um 18 Uhr
Ort: Museum PAN kunstforum in Emmerich am Rhein
Auch in diesem Jahr erinnert die Bürgeraktion Pro Kultur an die Gräueltaten des Nazi-Regimes in der Reichspogromnacht im Jahr 1938 gegen die Juden in ganz Deutschland.
Daher werden am 9. November ab 17.15 Uhr in der Emmericher Innenstadt wieder die Stolpersteine leuchten und zu einem Rundgang in Eigenregie einladen.
Im Verlauf der Steinstraße, Fischerort, Kaßstraße, Hühnerstraße, Agnetenstraße und Am Brink werden Schülerinnen und Schüler der Städtischen Gesamtschule und des Förderzentrums Grunewald bei den Stolpersteinen vor den ehemaligen Wohnungen der jüdischen Familien Kerzen entzünden.
Um 18 Uhr laden wir alle Interessierten sehr herzlich zu einer kleinen Gedenkfeier ins Museum PAN kunstforum ein.
Schülerinnen und Schüler der Städt. Gesamtschule, des Willibrord Gymnasiums und des Förderzentrums Grunewald sowie weitere Aktive werden mit Texten und Musik die kleine Feierstunde im Museum gestalten.
Rückblick

Schülerinnen und Schüler bei der Vorab-Information zur Amsterdam-Fahrt im PAN mit der Pro Kultur-Vorsitzenden Irene Möllenbeck
Entree Anne Frank-Haus in Amsterdam
Schülerfahrt zum Anne-Frank-Haus und zur Portugiesischen Synagoge nach Amsterdam im Juni 2024
Emmerich/Amsterdam. Kurz vor acht Uhr ging es endlich los. Fast 50 Emmericher Schülerinnen und Schüler vom Förderzentrum, der Gesamtschule und dem Gymnasium trafen sich am Geistmarkt, um gemeinsam einen Tagesausflug nach Amsterdam anzutreten. Möglich gemacht hatte dies die Bürgeraktion Pro Kultur, die die Exkursion nicht nur inhaltlich vorbereitet, sondern auch sämtliche Kosten übernommen hatte. Großzügig gesponsert hatte die Tagestour der Lions-Club Emmerich-Rees. „Hintergedanke der Fahrt war, auf Basis der Auseinandersetzung mit der jüdischen Geschichte und der Shoah, auch für aktuelle Themen wie Antisemitismus und demokratische Teilhabe zu sensibilisieren“, so Gymnasiallehrerin Astrid Haumer.
Vorbereitet wurden diese komplexe Ziele mit einem Besuch im PAN. Dort durften die teilnehmenden Jugendlichen dank der spannenden Ausführungen der Pro-KuItur Vorsitzenden Irene Möllenbeck und Ute Wins-Jansen und anhand der zahlreichen Exponate im Jüdischen Kulturraum bereits in die Geschichte der Emmericher Juden eintauchen.
In Amsterdam wurde dann zunächst das Anne Frank-Haus besucht. Bevor die kleinen Räume des „Hinterhauses“, in dem sich Anne mit ihrer Familie und vier weiteren Menschen während des Zweiten Weltkriegs versteckt hatte, erkundet wurden, erfolgte eine interessante Einführung in das Leben des jüdischen Mädchens aus Frankfurt am Main, dessen Tagebuch bis heute erschüttert. „Mit diesem Hintergrundwissen gewappnet, war es beeindruckend und beklemmend zugleich, sich vorzustellen, dass man Räumlichkeiten betrat, in denen sich Menschen über zwei Jahre verstecken mussten, um dann letztlich doch noch von den Nazis gefunden und getötet zu werden“, so Haumer.
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Nach einer kurzen Mittagspause ging es weiter in die Portugiesische Synagoge.
Das Gebäude, das im 17. Jahrhundert gebaut wurde, war zum damaligen Zeitpunkt das größte jüdische Gotteshaus der Welt, und es wird noch immer genutzt. Dank des Audioguides erschlossen sich dem Betrachter viele bauliche und kulturelle Besonderheiten, und so bildete die Erkundung der Synagoge den gelungenen Abschluss eines aufregenden Tages.
Einladung zur Holocaust-Gedenkfeier am 27. Januar 2024
Gerade in diesen unruhigen Zeiten, in denen Jüdinnen und Juden offen bedroht werden, durch antiisraelische Protestaktionen tief verunsichert sind und rechtsradikale Gruppierungen offen über massenhafte Deportationen von Menschen mit ausländischen Wurzeln debattieren, ist es wichtig deutliche Zeichen gegen Antisemitismus und für unsere freiheitlich-demokratische Ordnung und Zukunft zu setzen.
Die Bürgeraktion Pro Kultur und die Stadt Emmerich am Rhein laden gemeinsam alle Interessierten sehr herzlich zur diesjährigen Holocaust-Gedenkfeier ein. Die Veranstaltung findet statt:
Samstag, 27. Januar 2024 um 11 Uhr am Gedenkstein auf dem Friedhof (Friedensstraße, am Eingang links halten)
Im Beisein von Bürgermeister Peter Hinze werden Schülerinnen und Schüler des Willibrord Gymnasiums, der Städt. Gesamtschule und des Förderzentrums Grunewald mit Text- und weiteren Beiträgen die kleine Feier auf dem Friedhof gestalten